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Die Vermarktung der Tiere (1/4) – Einleitung

Die Illusion vom glücklichen Nutztier ist etwas, mit dem man im Alltag häufig konfrontiert ist: Sei es in der Landliebe-Werbung, die zufriedene Kühe auf einer Alm zeigt, oder auf der Broschüre des lokalen Zoos, auf der lachende Schimpansen und spielende Baby-Elefanten abgebildet sind. Das Bild des glücklichen Nutztiers ist nichts weiter, als eine Marketing- Strategie, für die wir, als Verbraucher, nur zu gern empfänglich sind. Das Bild des glücklichen Nutztiers bietet für Viele die perfekte Grundlage für Rechtfertigungsstrategien für ein Verhalten, das direkt auf der systematischen Ausbeutung der Tiere basiert und diese vorantreibt. Ethisch korrektes Verhalten ist ein ideales Lebensmodell, nach dem die Meisten in unserer Gesellschaft streben. Die Vorstellung, dass die eigenen Nahrungsmittel von glücklichen Tieren stammen und dass zu ihrer Produktion kein Leid entstanden ist, kommt da sehr gelegen.

Tiere können auf unterschiedliche Arten vom Menschen wirtschaftlich genutzt werden. Der größte Sektor umfasst die Nutzung von Tieren als Nahrungslieferant. Tiere werden zur Schlachtung gezüchtet, gehalten und zur Fleischproduktion genutzt. Weiterhin dienen sie zur Produktion von Milch, Eiern und Honig. Doch Tiere werden auch zu anderen Zwecken genutzt, beispielsweise zur Herstellung tierischer Nebenprodukte wie Leder, Pelz und Wolle aber auch zu Attraktionszwecken. In den drei verlinkten Beiträgen soll das Augenmerk hier jedoch vor allem auf der Nutzung der Tiere zur Nahrungsgenerierung in Zusammenhang mit ihrer Vermarktung liegen.